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Sandra Lemberger schrieb am 11.12.2006 zu "Musikbühne Mannheim"

Warum muss man ein bekanntes Märchen wie Dornröschen derart verändern? Weshalb müssen die Feen zu Schwestern der Königin werden? Und wieso muss man ein Märchen, welches in der Vergangenheit spielt, plötzlich in die Gegenwart versetzen? Meine beiden Kinder waren sehr enttäuscht, als der Prinz in Jeans und mit Handy und Roller versehen auf die Bühne kam - sie verstanden zuerst gar nicht, was hier ablief. Meine 6-jährige Tochter hat nachts immer noch Alpträume, weil sie die böse Schwester in ihrer Fratzenmaske vor sich sieht, wenn sie aufwacht - ungefähr ein Drittel der anwesenden Kinder begann beim schreckhaften Erscheinen dieser Figur, die eine hässliche Faschingsmaske trug, auf der Bühne (und sie sprang gleich zweimal hinter der Hecke hervor) zu weinen. Und warum ist es notwendig, in einer ohnehin schon gewaltdominierten Umwelt die besagte böse Schwester mit einem Messer auf den Prinzen losgehen zu lassen? Müssen unsere Kinder (die anwesenden Kinder waren übrigens hauptsächlich zwischen 4 und 7 Jahre alt, weil das Programm ja in allen Kindergärten und an der Grundschule verteilt wurde) jetzt auch schon im Theater mit solcher Art von Gewalt konfrontiert werden? Und die Sprache - mir reicht es eigentlich, wenn ich im Alltag ständig "geil", "boa äh" vernehme, da will ich es nicht auch noch im Theater hören, schon gar nicht, wenn ich mir ein klassisches Märchen ansehe und die Worte aus dem Mund einer Prinzessin kommen! Fazit für mich und einige andere Mütter, mit denen ich mich nach der Vorstellung unterhielt: Schade um das ausgegebene Geld und die Vergeudung des Talents der Schauspieler! Vorstellungen der Musikbühne Mannheim sind für mich in Zukunft gestrichen!!!

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